Sträucher des Arboretums in Ebersdorf

Haselnusshecke / Corylus avellana - im Arboretum - unser Schulwald
Haselnuss / Corylus avellana im Arboretum
  Hasel / Haselnuss

Hasel oder Haselnuss, baum- oder strauchartige Pflanzen einer Gattung der Birkengewächse, die in allen gemäßigten Zonen Nordamerikas und Eurasiens verbreitet ist. Die Pflanzen sind getrenntgeschlechtlich. Die männlichen Blüten bilden zusammengesetzte Blütenstände (hängende Kätzchen); rote Narbenbüsche kennzeichnen die kleinen weiblichen Blütenstände. Die öl- und proteinreichen Früchte (Haselnüsse) sind eiförmig.

In Europa ist die Gemeine Hasel heimisch, die bevorzugt an Waldrändern bis zu einer Höhe von 1.400 Metern vorkommt und bereits vor Laubausbruch von Februar bis April blüht. Bei uns und in den Vereinigten Staaten werden hauptsächlich zwei Unterarten der Gemeinen Hasel und die südeuropäische Lambertsnuss kommerziell angebaut. Einige Sorten werden als Ziersträucher kultiviert. Systematische Einordnung: Haseln bilden die Gattung Corylus der Familie Betulaceae. Die in Europa verbreitete Gemeine Hasel heißt botanisch Corylus avellana. Die in der Lombardei beheimatete Lambertsnuss wird Corylus maxima genannt.



Brombeere:

Gattung dorniger Sträucher mit essbaren Beerenfrüchten aus der Familie der Rosengewächse. Die Pflanzen tragen typische rosenähnliche Blüten, die meist weiß, aber auch rosa oder violett gefärbt sein können. Aus ihnen bilden sich schwarze oder rote, selten auch orangefarbene, aromatisch schmeckende Früchte, die saftig und Vitamin-C-reich sind und häufig als Wildfrüchte gesammelt werden. Manche Arten wie die eigentliche Brombeere oder die Himbeere zieht man deswegen auch als Gartenpflanzen.
  Acker Brombeere / Rubus fruticosus - im Arboretum - unser Schulwald
Acker Brombeere / Rubus fruticosus - im Arboretum - unser Schulwald

Die Frucht stellt eigentlich eine Sammelfrucht aus mehreren, kleinen Steinfrüchten dar. Sie steht auf einem kegelförmigen Fruchtboden, der sich beim Pflücken meist leicht von der Frucht abtrennt und an der Pflanze verbleibt. Die Blätter der Brombeeren können verschieden gestaltet sein, meist sind sie gefiedert, doch kommen auch Arten mit ungeteilten, handförmig eingeschnittenen Blättern vor. Brombeeren neigen leicht zur Hybridisierung (Bastardbildung) und können sich auch ungeschlechtlich vermehren. Unter den Wildpflanzen findet man daher ein sehr schwierig zu identifizierendes Formengewirr, in dem nur wenige Fachleute sicher Arten unterscheiden können. Je nach Auffassung und Genauigkeit der Artabgrenzung schwankt daher die gesamte Artenzahl der Gattung derzeit zwischen etwa 250 und 700. Bekannte Arten sind neben der eigentlichen Brombeere und der Himbeere außerdem die Kratzbeere sowie die Moltebeere, eine krautige Art mit einzelnen, endständigen Blüten, handförmigen Blättern und orangegelben Früchten.
Systematische Einordnung: Brombeeren bilden die Gattung Rubus aus der Familie Rosaceae. Die echte Brombeere bezeichnet man botanisch meist als Rubus fruticosus, obwohl dieser Name streng genommen für eine Gruppe mehrerer, sehr ähnlicher Arten steht. Die in Gärten kultivierten Pflanzen sind meist durch vielfache Kreuzung mehrerer Arten entstanden, wobei es auch dornenlose Züchtungen gibt. Die Moltebeere trägt den Namen Rubus chamaemorus.


Schwarzdorn,
eine der am frühesten blühenden Arten der Rosengewächse, auch als Schlehe bezeichnet. Der vor dem Laubaustrieb weiß blühende, bis zu drei Meter hohe Strauch hat an seinen verzweigten Ästen eiförmige, gesägte Blätter und lange, spitze Dornen. Er ist in fast ganz Europa verbreitet und bildet undurchdringliche Hecken an sonnigen Hügeln, auf Magerweiden und in lichten Laubwäldern. Seine kirschgroßen, schwarzbläulichen, bereiften Steinfrüchte mit grünem, saurem Fruchtfleisch sind zwar roh kaum genießbar, werden aber zur Herstellung von Kompott, Saft und Schlehenschnaps verwendet, nachdem sie der Frost mürbe gemacht hat. Das Holz ist sehr hart und wurde früher zu Tischlerarbeiten genutzt. Die Blätter wurden in Notzeiten als Ersatz für Tee genossen. Verschiedene Kulturformen sind beliebte Ziersträucher.
Systematische Einordnung: Der Schwarzdorn gehört zur Familie Rosaceae. Sein wissenschaftlicher Name ist Prunus spinosa.

Verfasst von: Sylvia Weber


Hundsrose / Rosa canina - im Arboretum - unser Schulwald
Hundsrose / Rosa canina - im Arboretum
  Hundsrose oder Heckenrose, Wildrosenart aus der Familie der Rosengewächse. Als bis zu drei Meter hoher, manchmal kletternder und mit unterirdischen Ausläufern kriechender Strauch, der bogig überhängende, reich bestachelte Zweige aufweist, gedeiht sie vor allem auf kalkhaltigen, nährstoffreichen, tiefgründigen Böden in Laubwäldern an Hecken und Waldrändern sowie auf Magerweiden. Die wechselständigen, unpaarig gefiederten, kahlen bis seidig behaarten Blätter sind an der Basis verbreitert.
Verfasst von: Sylvia Weber

Die kaum duftenden, rosa bis weißen Blüten stehen einzeln oder zu dritt auf kurzen Stielen in den Blattachseln. Aus der becherförmigen Blütenachse entwickelt sich die orangerote, etwa kirschgroße, eiförmige bis kugelige, glatte und fleischige Hagebutte. Die Scheinfrüchte enthalten viel Vitamin C und wertvolle Zucker, weshalb sie traditionell gern zu wohlschmeckenden Marmeladen oder Hagebuttenwein verarbeitet werden. An den Ästen der Hundsrose findet man häufig schaumige, apfelähnliche Auswüchse, die von der Rosengallwespe verursacht werden. Systematische Einordnung: Die Hundsrose gehört zur Familie Rosaceae. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Rosa canina.


Sträucher in unserem Arboretum ...

Literatur: Auszüge aus Microsoft Encarta Enzyklopädie 2001 - 1993-2000 Microsoft Corporation