Laubbäume

  Eichenlaub
Die Blätter der Stieleiche sind in charakteristischer Weise gelappt. Im Herbst verfärben sie sich gelblich braun.
Hans Reinhard/Bruce Coleman, Inc.


Eine wichtige sommergrüne Eiche Mitteleuropas ist die Stieleiche. Man erkennt sie an ihren kurz gestielten Blättern und lang gestielten Früchten. Sie kann ein Alter bis zu 1 000 Jahren erreichen. In Deutschland machen Eichen ein Zehntel der Waldfläche aus.

Eichen liefern ein haltbares, widerstandsfähiges Holz und sind wichtige Nutzholzbäume. Das Holz wird in der Möbelindustrie, bei der Fassherstellung, als Dielenholz und für Furniere verwendet. Eichen sind von gewisser gartenbaulicher Bedeutung, aber da die meisten Arten nur langsam wachsen, werden sie eher in öffentlichen Parkanlagen und Gärten als in Privatgärten gepflanzt.
Nach dem vom Bundeslandwirtschaftsministerium herausgegebenen Waldschadensbericht 1999 sind in Deutschland 44 Prozent der Eichen stark geschädigt. Besonders betroffen sind Eichen ab einem Alter von 60 Jahren. Als Ursachen gelten Luftverschmutzung, Hitze, Trockenheit und hohe Ozonwerte.

Systematische Einordnung:
Eichen bilden die Gattung Quercus der Familie Fagaceae. Die Stieleiche heißt botanisch Quercus robur.



Unser Arboretum in Frühjahr, Blumenwiese und blühende Apfelbäume ...

Unser Arboretum im Frühjahr, Blumenwiese und Apfelblüte ...   Unser Arboretum im Frühjahr, Blumenwiese und Apfelblüte ...

Birken

Birken stellen die wichtigste Gattung der Familie dar. Sie liefern ein engmaseriges Holz mit sehr gleichmäßiger Struktur, das zur Herstellung von Möbeln, Böden, Sperrholz und Furnieren verwendet wird.
Einige Arten sind weit verbreitete Zierbäume, etwa die europäische Hängebirke, auch Sand- oder Weißbirke genannt, von der es viele verschiedene Zuchtsorten gibt. Diese lichtbedürftige Art stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Sie wurde vom „Kuratorium Baum des Jahres" zum Baum des Jahres 2000 gewählt, weil sie als Pionierpflanze eine bedeutende Rolle bei der Wiederbewaldung von Brachflächen spielt und vielen Tieren, Pilzen und Flechten Lebensraum bietet.

Bild rechts: Hängebirke / Betula Pendula - im Arboretum - unser Schulwald
  Hängebirke / Betula Pendula - im Arboretum - unser Schulwald

Die Birkengewächse zeigen verschiedene, bemerkenswerte Anpassungsmerkmale an die Windbestäubung, die ein typisches Merkmal dieser Pflanzengruppe darstellt. Kelch- und Blütenblätter sind entweder sehr klein oder fehlen ganz. Dadurch liegen die Pollen tragenden Staubbeutel der männliche Blüten und die Pollen sammelnden Narben der weiblichen Blüten frei im Wind. Die männlichen Blüten entwickeln im Frühjahr enorme Mengen winziger Pollenkörner, die leicht vom Wind fortgetragen werden können – und in dieser Zeit bei Allergikern zu Heuschnupfen führen können. Die weiblichen Blüten sind jedoch zur Zeit der Pollenausbreitung noch nicht ganz reif. Ihre Griffel und Narben sind schon fertig ausgebildet. Doch die Samenanlagen, die erst durch den Pollen befruchtet werden müssen, um Samen bilden zu können, haben sich noch nicht geformt. Die Pollen bleiben daher für mehrere Wochen im Griffelgewebe gespeichert, während die Samenanlagen heranreifen. Erst anschließend erfolgen die Befruchtung und Produktion von Samen und Früchten.

Systematische Einordnung:
Birkengewächse bilden die Familie Betulaceae der Ordnung Fagales. Die Gattung der Birken heißt botanisch Betula, die Hänge-, Sand- oder Weißbirke heißt Betula pendula.



  Kastanien im Schulhof

Die Gewöhnliche Rosskastanie, hier kurz: Kastanie, ist in Europa als Park- und Alleebaum weit verbreitet. So stehen diese auch in unserem Schulhof als im Sommer angenehme Schattenspender, deren Früchte im Herbst zum Basteln bestens geeignet sind. Die Kastanien ist ein sommergrüner Baum. Die Winterknospen sind groß, häufig harzreich und bestehen aus mehreren Paaren von imbricaten Schuppen. Die Außenseite der Schuppen ist kahl oder leicht behaart (s. Bild links - Knospe im Frühjahr).
Die Blätter sind handförmig gefiedert und besteht aus fünf bis elf Fiederblättchen. Die Fiederblättchen haben einen gesägten bis gezähnten Blattrand. Die Blütenstände sind zylindrische bis konische Thyrsen mit einfachen Seitenzweigen. Die Blüten sind meist groß und auffällig. Die spätere Frucht ist eine kugelige bis birnenförmige Kapsel und enthält häufig einen Samen. Das Perikarp ist meist glatt, seltener runzelig oder stachelig, letzteres bei der Gewöhnlichen Rosskastanie. Die Samen sind wie die Kapsel kugelig bis birnenförmig, und 2 bis 7 cm groß. Die Samenschale ist braun, der Nabel (Hilum) ist groß, blass und nimmt ein Drittel bis zur Hälfte des Samens ein.




Rotbuchen

Die Rotbuche ist die in fast ganz Mitteleuropa von Natur aus vorherrschende Baumart, die vielerorts aber durch die Fichte ersetzt wurde. Sie hat eine glatte Borke, elliptische, ganzrandige Blätter und wird 30 bis 40 Meter hoch.
(Robert Maier/Animals Animals)

Das Holz der Rotbuche ist sehr hart. Es eignet sich daher für das Drechseln und Schnitzen. Weiterhin wird daraus Holzkohle und Pottasche gewonnen.


Bild rechts: Rotbuche in unserem Arboretum - unser Schulwald
  Rotbuche - im Arboretum - unser Schulwald


Vogelbeere
Die in Eurasien verbreitete, weiß blühende Vogelbeere bildet im Herbst rote Früchte, die reich an Vitamin C sind. Sie besiedelt u. a. feuchte Wälder und Moore.
Clyde H. Smith/Peter Arnold, Inc.

Das Laub der Vogelbeere erinnert entfernt an das einer Esche, daher auch der Name Eberesche ( Eber=aber=Aberglauben ).Das Holz ist sehr wertvoll. Man verwendete es für Drechsel- und Schnitzarbeiten. Die Blüte und das Laub wurden zu verarbeitet, die Rinde zum Gerben benutzt.
 
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